Qualitätsindikator - Tod des Organspenders im Krankenhaus (Leberlebendspende)

Erklärung:

Keine Todesfälle nach Leberspende – das Ziel ist klar, wer als Lebender ein Teil eines Organs an jemanden Bedürftigen abgibt, sollte den Eingriff auch überleben. Die Organentnahme ist jedoch sehr komplex und ein Restrisiko kann nicht ausgeschlossen werden. Der Indikator zählt jeden verstorbenen Spender.

Frage an das Krankenhaus:

"Wie verhindern Sie Todesfälle von Leberspendern?"

Hintergrund:

Die Antwort des Arztes gibt Ihnen einen Hinweis auf die Behandlungsqualität des Krankenhauses. Die Sicherheit des Lebendorganspenders hat für Ärzte höchste Priorität. Potenzielle Spender werden in der Regel in einem mehrstufigen Verfahren überprüft, bevor sie ein Teil ihrer Leber spenden dürfen. Grundsätzlich sollten mindestens 30 Prozent der Leber des Spenders erhalten bleiben – den sie ist ein lebenswichtiges Organ. Ist noch knapp ein Drittel der Leber in einem gesunden Körper vorhanden, kann sich das Organ regenerieren. Zuvor werden der Bedarf des Empfängers des gespendeten Lebergewebes und die erwartete Funktionsfähigkeit der Restleber des Spenders von Medizinern ermittelt. Außerdem werden chronische Krankheiten, allgemeines Wohlbefinden, Alter und Geschlecht berücksichtigt. Dennoch, das Risiko, nach einer Teil-Leberlebendspende zu sterben, wird hierzulande mit rund 0,4 Prozent angegeben. Dass heißt, statistisch stirbt etwa jeder 300. Spender. Eine Klinik mit einer höheren Rate ist auffällig. Da es sich bei der Teil-Leberlebendspende um eine Operation an einem Gesunden handelt, dessen Risiko durch genaue Evaluation minimiert werden kann, muss jeder einzelne Todesfall – Ärzte sprechen von einem so genannten “sentinel event” oder ungewöhnlichen Vorfall – analysiert werden.



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