Pflegeheimsuche: Wie die Daten erhoben werden

Die Daten der Pflegeheimsuche sollen die Suche nach einem geeigneten Pflegeheim in Berlin erleichtern und eine möglichst hohe Bedeutung für die Qualität haben. Wir erklären, wie die Daten für den Pflegeheimvergleich erhoben werden


Ein heftiger Sturz oder ein Schlaganfall können genügen – plötzlich ist ein Mensch ein Pflegefall. Wenn dann ein Heimplatz nötig wird, muss dieser meist sehr schnell gefunden werden. Dabei will gesundheitsberater-berlin.de mit seiner Pflegeheimsuche behilflich sein. Er soll Ihnen helfen, die geeigneten Heime einzugrenzen, aus denen dann – nach einem persönlichen Besuch – die letztliche Wahl getroffen werden kann.

Die Teilnahme am Pflegeheimvergleich ist für die Einrichtungen freiwillig: Von rund 300 Berliner Häusern, die eine Dauerpflege anbieten, haben sich rund 250 beteiligt und ihre Daten zur Verfügung gestellt. Kein Pflegeheim hat für den Eintrag bei gesundheitsberater-berlin.de eine Gebühr bezahlen müssen. Alle Anzeigen sind deutlich als solche erkennbar.


Qualitätsdaten

Insgesamt enthält die Pflegeheimdatenbank auf gesundheitsberater-berlin.de Angaben zu 248 Berliner Einrichtungen. Von diesen sind zwischen Januar 2007 und Dezember 2010 insgesamt 200 Heime durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) geprüft worden. Für diese Häuser haben wir zu fünf Themenkomplexen die Ergebnisse erhoben. Die Prüfresultate werden entweder als Schulnoten oder Erfüllungsgrade in Prozent in den jeweiligen Pflegeheimporträts unter der Rubrik “Qualität dargestellt.

Schulnoten Rund 115 Pflegeheime wurden nach dem 1. Juli 2009 vom MDK geprüft und haben als Ergebnis Schulnoten für fünf Qualitätsbereiche erhalten).

15 Heime, die ebenfalls nach der Schulnoten-Systematik geprüft wurden, sind nicht vertreten, da sie nicht die übrigen Datensätze für eine Teilnahme an der Pflegeheimsuche übermitteln wollten. Wir haben in diesem Falle auch auf die Veröffentlichung der Noten verzichtet. Mehrere dieser Häuser haben unterdurchschnittliche Ergebnisse erreicht, andere allerdings auch gute. Sie können die Ergebnisse dieser Häuser aber auch selbst nachschlagen, denn die Noten müssen veröffentlicht werden und sind auf den Internetseiten der Pflegekassen zugänglich, zum Beispiel unter www.pflegelotse.de und www.aok-pflegeheimnavigator.de

Erfüllungsgrade in Prozent Rund 80 Pflegeheime haben keine Schulnoten erhalten, weil sie vor dem 1. Juli 2009 noch nach alter Systematik geprüft wurden. Diese erhielten als Ergebnis den Anteil der jeweils erfüllten Qualitätsanforderungen in Prozent. Hier hat die Redaktion von gesundheitsberater-berlin.de fünf Bereiche ausgewählt, die zum einen in etwa den Schulnotenbereichen ähneln und zum zweiten für die Pflegequalität möglichst herausragende Bedeutung besitzen sollten. Diese werden als Prozentzahlen ebenfalls auf den Heimporträts unter der Rubrik “Qualität” dargestellt. Diese Erfüllungsgrade müssen im Gegensatz zu den Schulnoten nicht veröffentlicht werden. Die teilnehmenden Pflegeheime haben uns diese Daten freiwillig zur Verfügung gestellt. Die Redaktion hat die Angaben der Heime in den MDK-Berichten auf Richtigkeit geprüft.

Außerdem enthält die Datenbank auch die Porträts von rund 50 Heimen, die keine Qualitätsangaben enthalten. Diese wurden seit 2007 noch nicht vom MDK geprüft und können deshalb keine Qualitätsergebnisse vorlegen.


Strukturdaten auf den Pflegeheimporträts

Insgesamt gibt es in Berlin derzeit rund 290 vollstationäre Pflegeeinrichtungen, von denen sich derzeit knapp 85 Prozent am Pflegeheimvergleich von Tagesspiegel und Gesundheitsstadt Berlin beteiligen. Einige Häuser, die bei den Qualitätsprüfungen weniger gut abgeschnitten haben, wollten sich nicht beteiligen. Andere haben sich trotz relativ guter Prüf-Ergebnisse gegen eine Teilnahme entschieden. Unter der Rubrik Pflegeheimliste finden Sie die ausführlichen Porträts jedes der teilnehmenden Pflegeheime mit zahlreichen Angaben, die für die Auswahl eines geeigneten Heimes wichtig sein können. Viele der Strukturdaten, wie Platzanzahl, Einzel- und Zweibettzimmer-Anteil beruhen auf den freiwilligen Qualitätsberichten der Einrichtungen, die im Rahmen der Senatsinitiative “Transparenzoffensive Pflegequalität” erhoben wurden. Hinzu kommen Daten, zu deren Veröffentlichung die Pflegeheime gesetzlich verpflichtet sind. Dies sind insbesondere die Qualitäts-Schulnoten und die Angaben zu den Preisen.

Und schließlich hat die Redaktion Informationen, wie Anteil der Zimmer mit eigenem Bad, die hausärztliche Versorgung und die Personalausstattung in einer aufwändigen Umfrage von den Häusern selbst erhoben.


Redaktionsbesuche

Nach und nach werden die Pflegeheime von der Redaktion besucht, um vor Ort einen Eindruck der Atmosphäre zu bekommen. Dieser erste Eindruck findet sich im Pflegeheimprofil unter dem Reiter “Beschreibung”. Als erstes wurden solche Heime für eine redaktionelle Beschreibung ausgewählt, weil sie bei den MDK-Kontrollen ein “sehr gutes” Ergebnis erreicht haben. “Sehr gut” bedeutet bei den Schulnoten, dass in jedem der fünf Qualitätsbereiche eine Note von mindestens 1,5 erreicht wurde. Außerdem durfte bei den 82 Einzelkriterien kein einziges “mangelhaft” enthalten sein.

Ähnliches gilt für die Einrichtungen, die bis zum 30. Juni 2009 geprüft wurden und deshalb noch keine Schulnoten, sondern stattdessen Erfüllungsgrade in bestimmten Qualitätsbereichen erhalten haben: In allen fünf Bereichen hat das Heim bei den Qualitätsvorgaben einen Erfüllungsgrad von mindestens 87 Prozent erreicht, was einem “sehr gut” nach Schulnoten-Systematik entspricht. Sie können diese Heime in der Pflegeheimsuche unter “mehr Suchoptionen” gezielt suchen, wenn Sie unter “Qualität” “von der Redaktion beschrieben markieren.

Weitere Redaktionsbeschreibungen werden im Laufe der Zeit folgen.

Insgesamt hat die Redaktion bei den Recherchen für die Pflegeheimsuche und die begleitenden Artikel) bisher über 70 Häuser aufgesucht.




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