Zuckerbelastungstest
Mit dem Zuckerbelastungstest – auch oraler Glukosetoleranztest, kurz: OGTT genannt – können Ärzte feststellen, wie stark der Blutzuckerspiegel eines Patienten nach Einnahme einer Zuckerlösung steigt. Er dient somit dazu, Frühstadien von Diabetes zu erkennen, da in diesen der Blutzuckerspiegel noch nicht dauerhaft, sondern vor allem nach der Nahrungsaufnahme stark erhöht ist. Bei dem Test wird dem Patienten im nüchternen Zustand Blut abgenommen und der Blutzuckerwert bestimmt. Anschließend nimmt er eine Zuckerlösung mit 75g Glukose ein. Nach zwei Stunden wird sein Blutzuckerwert erneut bestimmt: Ist er erhöht, deutet dies auf eine gestörte Glukoseverwertung hin.
Dieses Verfahren wird im Anschluss an einen Blutzuckertest, bei dem der Blutzuckerwert im nüchternen Zustand festgestellt wird, angewendet. Bei Patienten, deren Werte nicht eindeutig auf Diabetes hinweisen, die jedoch aufgrund ihres Alters, ihrer körperlichen Verfassung, ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte oder auch aufgrund von an Diabetes erkrankten Familienmitgliedern ein erhöhtes Diabetes-Risiko aufweisen.
Auch Schwangerschaftsdiabetes kann über einen Zuckerbelastungstest von Ärzten diagnostiziert werden. Schwangerscaftsdiabetes ist für die Mütter oft nur eine vorübergehende, hormonbedingte Entgleisung des Stoffwechsels, für das spätere Leben des Kindes bedeutet sie jedoch ein erhöhtes Diabetesrisiko. Außerdem sind die Babys und die Geburten meist schwerer.
Wichtig: Als primäres Diagnoseverfahren ist der Zuckerbelastungstest nicht geeignet. Die Blutzuckerwerte von bereits an Diabetes erkrankten Patienten würden durch die Einnahme der Glukoselösung in einen kritischen Bereich ansteigen.
mw
Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011
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