Suchtkranke (Spezialisierung für Pflegeheime)

Pflegeheime, die sich auf die Betreuung von Suchtkranken spezialisieren und dafür von den Bewohnern einen Zuschlag erheben, müssen bestimmte Vorgaben des Berliner Senates und der Pflegekassen erfüllen. Die vom Heim geforderten Leistungen werden im “Rahmenvertrag für Pflegebedürftige mit psychischen Erkrankungen oder seelischen Behinderungen” vereinbart. Die Spezialisierung bezieht sich dabei meist auf eigens eingerichtete Wohngruppen und umfasst nicht das ganze Pflegeheim. Zum einen muss es ein gezielt auf Menschen mit Suchterkrankungen abgestimmtes Pflege- und Betreuungskonzept geben. Außerdem muss das Heim über ein entsprechendes Personal verfügen. Bei Pflegestufe I sieht der Personalschlüssel rechnerisch eine Pflegekraft für rund zweieinhalb Bewohner mit einer Suchterkrankung vor. Ab Pflegestufe III beträgt das Verhältnis schon eins zu anderthalb. Je nach Tätigkeit müssen die Pflegekräfte über spezielle Qualifikationen im Bereich der Psychiatrie oder Gerontopsychiatrie verfügen und sich jährlich fortbilden. In einer Wohngruppe sollten nicht mehr als zwölf Bewohner betreut werden. Damit ein Bewohner in einer solchen Wohngruppe versorgt werden kann, muss er mindestens über die Pflegestufe I verfügen.




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