Positronen-Emissions-Tomographie

Positronen-Emissions-Tomographie – kurz PET genannt – ist ein bildgebendes Diagnoseverfahren. Durch diese Methode können Stoffwechselprozessse bei bestimmten Krebsarten – insbesondere den schnell wachsenden Tumoren – nachgewiesen werden. Es kann ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Das Prinzip beruht auf einer Computertomographie : Das betreffende Körperteil wird aus verschindenen Winkeln mit Röntgenstrahlen beschossen. Während sich das Röntgengerät 360 Grad um den Körper dreht, liegt der Patient still in einer Röhre. Diese Prozedur ergibt eine Sequenz an Schnittbildern, die zusammengesetzt in einem Computer ein dreidimensionales Bild ergeben. Je durchlässiger das Gewebe ist, desto dunkler ist der betreffende Bildausschnitt. Umgedreht heißt das auch: Je undurchlässiger das Gewebe ist, desto heller ist der betreffende Bildausschnitt.

Im Gegensatz zu Computertomographie spritzen Ärzte den Patienten vor ihrer Untersuchung leicht radioaktive Kontrastmittel – so genannte Tracer. Sie suchen sich über die Blutbahn besonders aktive Zellstrukturen. Auf dem Bildschirm erscheinen dieses Gewebe in einer dreidimensionalen Graphik rot. Demgegenüber bleiben inaktive Zellstrukturen – also Zellen, die nicht mehr wachsen oder sich vermehren – hier dunkel.

Dieses Verfahren ist kein medizinisches Standardverfahren, um Tumore zu diagnostizieren. Allerdings gebe es nach Meinung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin durchaus Krankheitsbilder, bei denen der klinische Nutzen wissenschaftlich erwiesen sei. So könnten Fachärzte mithilfe des PET bei Erwachsenen die Entwicklungsstufen von Tumoren nachweisen und Therapieerfolge überprüfen – etwa in Bauchspeicheldrüse, Darm, Knochen, Lunge, Lymphdrüsen, Schilddrüsen und Weichteilen.

Andere Diagnoseverfahren:

Magnetresonanz-Tomographie/ Kernspin-Tomographie
Magnetresonanz-Angiographie
Ultraschall

Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 04.09.2011

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