Papilloma-Viren
Humane Papillomaviren – kurz HPV – sind Krankheitserreger, die über direkten Körperkontakt, vor allem aber sexuell übertragen werden können. Es gibt über ein hundert verschiedene Virentypen. Sie nisten sich auf Haut oder Schleimhaut ein, führen aber meist nur zu harmlosen Infektionen oder Warzen.
Rund 25 Virenformen werden mit Anal- und Genitalkrebs in Verbindung gebracht. Männer tragen das Virus genauso in sich wie Frauen. Bei ihnen kommt es aber sehr viel seltener zum Entstehen eines Tumors, etwa am Penis. So wird Gebärmutterhalskrebs vor allem durch zwei Virus-Typen ausgelöst: HPV 16 und, in geringerem Maße, HPV 18. Meist gelangen die Viren beim Sex in den Körper. Gibt es im Bereich des Gebärmutterhalses, der sich zwischen der Vagina und der Gebärmutter befindet, kleine Einrisse in der Haut, dann können sie sich dort festsetzen. Denn nur bei den untersten Hautzellen haben sie eine Chance. In sie schleust das einzelne Virus sein Erbgut ein, um sich tausendfach zu vermehren. Dies führt dazu, dass Wucherungen – eben die beschriebenen Warzen – entstehen.
Seit 2008 gibt es eine Impfung gegen HPV, die von den Krankenkassen getragen wird. Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen, um eine Infektion und damit den späteren Krebs zu verhindern. Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes empfiehlt sie für Mädchen zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr. Zugelassen ist die Impfung derzeit für Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter von 9 bis 15 Jahren. Am effektivsten schützen Kondome vor einer HPV-Infektion.
ml, bj
Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011
Google Anzeigen
Verwandte Artikel
Weiterführende Artikel aus dem Tagesspiegel-Archiv
Früherkennung bei Gebärmutterhalskrebs
Tagesspiegel-Report der Woche
Impfung gegen HPV: Der verschmähte Lebensretter
Diagnosen & Therapien
Beratung & Selbsthilfe
Selbsthilfegruppen Gebärmutterhalskrebs
Krankenhaus-Nachrichten
Mädchen werden zu spät gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft - wenn überhaupt
ICD und OPS umgangssprachlich übersetzt
Welcher Diagnose- und Therapie-Schlüssel gehört zu dieser Krankheit?
Wir liefern Qualität
Erfahren Sie mehr darüber, wie unsere Texte entstehen, wie die Daten geprüft werden und wie sich das Portal finanziert.
Jetzt informieren.
Sie sind uns wichtig und wir freuen uns über Ihre Meinung zu unserem Portal. Welche Themen andere Leser interessierten lesen sie unter Leser fragen - die Redaktion antwortet
Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Überprüfen Sie dies hier.
Rehaführer Berlin-Brandenburg 2012
- • 71 Berliner und Brandenburger Rehazentren im direkten Vergleich
- • Qualität, Ausstattung und Patientenzahlen auf einen Blick
- • Zahlreiche Artikel, ausführliche Porträts aller ambulanten und stationären Rehazentren plus Fotos sowie ausführlicher Serviceteil