Myomenembolisation

Myomembolisation ist eine Behandlung gegen gutartige Tumore in der Gebärmutter. Ärzte unterbinden die Nährstoffzufuhr und führen so einen künstlichen Infarkt im betreffenden Gewebe herbei. Dazu wird ein langer, nur ein Millimeter dünner Kunststoffschlauch, ein Katheter, in die Arterie der rechten Leiste eingeführt und über die Blutbahnen bis zu den Gefäßen der Gebärmutter vorangeschoben, die mit dem Myom verbunden sind. Durch diesen Schlauch werden kleine Plastikkügelchen eingespritzt, die in den Adern hängen bleiben und sie verstopfen. Im besten Fall stirbt das Gewebe des Myoms danach ab, es schrumpft, was etwa ein viertel bis zu einem halben Jahr dauern kann. Die eingespritzten Kügelchen verbleiben dabei im Myom.

Nicht immer erfolgen Behandlungen komplikationslos. Experten fordern deshalb, dass die Entscheidung für oder gegen eine Embolisation in einer interdisziplinären Sprechstunde von Radiologen und Chirurgen gemeinsam mit der Patientin getroffen werden sollte. So drohten bei der Embolisation etwa Schäden an den Eierstöcken, wenn die Kügelchen weiterrutschen und in anderen als die das Myom versorgenden Gefäßen hängen bleiben.



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