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Mammographie-Screening

Mammographie-Screenings sind Röntgenuntersuchungen der weiblichen Brust. Sie sind neben regulären ärztlichen Untersuchungen, Ultraschall und eigenem Abtasten eine Form, Krebsgeschwulste frühzeitig in der Brust zu erkennen. Diese Vorsorgeuntersuchungen werden ohne notwendige Überweisung des Gynäkologen in so genannten Mammographie-Zentren durchgeführt.

Der Bundestag beschloss 2002 mehrheitlich dieses Gesundheitsprogramm, um die Früherkennung zu verbessern. Demnach dürfen sich Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre kostenlos untersuchen lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten. Das gilt auch für jüngere Frauen, deren Verwandte unter Brustkrebs leiden, und dadurch ein erhöhtes Tumorrisiko haben.

Allerdings wird der Nutzen dieses Programms als Krebsvorsorge von Experten unterschiedlich bewertet. Kritiker bemängeln die hohe Zahl an Fehlbefunden. So wird geschätzt, dass bei über zehn Prozent der untersuchten Frauen Tumore übersehen werden. Etwa 80 Prozent der Verdachtsfälle – bei denen dann eine Entnahme von Gewebeproben folgt – seien falscher Alarm. Auch sei ihrer Meinung nach nicht nachgewiesen, dass durch diese Untersuchung überhaupt die Sterblichkeit gesenkt werde.


Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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