Fruchtwasseranalyse

Fruchtwasseranalysen sind Diagnoseverfahren, um mögliche schwere Erkrankungen wie etwa Down-Syndrom (Trisomie 21) von ungeborenen Kindern auszuschließen. Zusammen mit Mutterkuchen-Punktion und Blutanalysen sind sie Bestandteil der so genannten Pränataldiagnostik.

Diesen Eingriff können Ärzte aufgrund des Entwicklungsstandes der Föten erst ab der 14. Schwangerschaftswoche vornehmen. Mithilfe eines Endoskopes wird eine Fruchwasserprobe entnommen. Im Fruchtwasser befinden sich Stammzellen des Ungeborenen. Sie können Aufschluss über mögliche genetische Fehler geben.

Alternativ können Gynäkologen mithilfe eines dreidimensionalen Ultraschalls die Nackenfalte untersuchen. Dieses Verfahren bietet zwei Vorteile: Gynäkologen können bereits ab der 10. Schwangerschaftswoche die Gesundheit des Kindes überprüfen, ohne medizinische Instrumente in die Gebärmutter einführen zu müssen.

Ist eine schwere Erkrankung diagnostiziert, können Frauen nach Paragraph 218 des Strafgesetzbuches ihre Schwangerschaft abrechen. Das Gesetz besagt, dass Abtreibungen aus medizinischen Gründen auch nach dem dritten Monat vorgenommen werden dürfen.

Fruchtwasseranalysen sind aus ethischen wie medizinischen Gründen nicht unumstritten. Experten meinen, eine Entnahme von Fruchtwasser könnte eine Frühgeburt provozieren. Kritiker des Diagnoseverfahrens bemängeln, dass auf der Basis eines derartigen Befundes über den Wert eines ungeborenen Menschenlebens entschieden werde.



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