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Darmspiegelung

Was ist eine Darmspiegelung?

Das ist ein Untersuchungsverfahren mit einem Endoksop zur Früherkennung von Krebs und dessen Vorstufen besonders im Dickdarm.


Die Vorbereitung

Darmspiegelungen – von den Ärzten auch Koloskopie genannt – sind Diagnoseverfahren und Therapie in einem. Sie können ambulant und stationär durchgeführt werden. Dabei wird ein bis zu anderthalb Meter langes bewegliches Endoskop von einem Facharzt – so genannten Gastroenterologen – über den Darmausgang in den Verdauungstrakt geschoben. Mehrere Stunden vor der Spiegelung müssen die Betroffenen ein Abführmittel und viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um den Darm zu reinigen. Zudem erhalten die Betroffenen kurz vor der eigentlichen Behandlung ein Beruhigungsmittel.


Das Gerät

Das Endoskop ist ein Multitalent. Es kann Luft oder Kohlendioxid ausstoßen – um den Darm für eine bessere Sicht etwas aufzublasen –, kann Luft absaugen und wenn nötig mit einer Flüssigkeit nachspülen. Außerdem enthält es ein Steuerelement, um den biegsamen Schlauch abzuknicken und in eine neue Richtung zu schieben. Es hat an der Spitze eine Kamera, die die Bilder aus dem Inneren des Körpers auf den Monitor überträgt, auf dem der Arzt die Koloskopie verfolgt. Und schließlich durchzieht das Endoskop ein Kanal, durch den sich chirurgische Instrumente bis an die Spitze schieben lassen, um etwa eine Adenom genannte Darmwandwucherung – auch Polypen genannt – entfernen zu können.


Die Untersuchung

Erst beim Zurückziehen des Endoskops beginnt die eigentliche Untersuchung. Schneller als sechs Minuten sollte das nicht gehen, sonst wächst die Gefahr, dass der Arzt etwas übersieht. Um Verletzungen vorzubeugen, kann es manchmal auch zwölf Minuten dauern. Gerade bei älteren Menschen ist Vorsicht geboten: Bei ihnen können die Abführmittel einen erhöhten Flüssigkeitsverlust bedeuten, wodurch der Darm empfindlicher wird. Selten kommt es jedoch zu Verletzungen durch das Endoskop.
Wichtig: Krebsvorsorge wahrnehmen! Experten raten, bereits mit 50 Darmspiegelungen von Fachärzten regelmäßig durchführen zu lassen. Ab dem 55. Lebensjahr bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen alle zehn Jahre eine Darmspiegelung.


Die Ärzte

Darmspiegelungen werden vor allem ambulant behandelt. Diesem Umstand trug die Tagesspiegel-Serie “Praxisvergleich Berlin” Rechnung, die auch einen Schwerpunkt zum Thema Darmspiegelungen enthielt. Auf der Homepage des Tagesspiegel finden Sie unter anderem eine Liste der am Vergleich teilnehmenden Berliner Gastroenterologen – so die Fachbezeichnung der Mediziner – und einen Überblick über das Vergleichsergebnis der Praxen. Im jetzt als Buch erschienenen “Arztpraxenführer Berlin 2010/2011” von Tagesspiegel und Gesundheitsstadt Berlin finden Sie die detaillierte tabellarische Übersicht zu Behandlungszahlen, Ausstattung und Serviceangeboten von 42 Berliner Praxen für Darmspiegelungen und zahlreiche Hintergrundinformationen zur Untersuchung. Das rund 190 Seiten starke Buch kostet für Tagesspiegel-Abonnenten 9,80 Euro (Normalpreis: 12,80 Euro) und ist erhältlich unter www.tagesspiegel.de/shop oder per Telefon 030/29021-520.


I.B., ml, mw

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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