Belastungs-Elektrokardiogramm
Belastungs-Elektrokardiogramme – kurz Belastungs-EKG – dienen wie Ultraschall- und Herzkatheteruntersuchungen der Diagnose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – etwa Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzmuskelerkrankungen. Messinstrumente zeichnen Herzströme, also Herzfrequenz und Herzrythmus, auf, während Patienten von Ärzten unterschiedlich stark physisch gefordert werden – etwa auf Fahrrädern oder Laufbändern.
Das Herz wird von elektrischen Impulsen angeregt zu schlagen – im Normalfall etwa 60 Mal pro Minute. Jede Kontraktion verursacht wiederum elektrische Impulse. Dabei unterscheidet sich die Arbeitsweise des Herzens vom Ruhezustand im Schlaf bis hin zu extremer sportlicher Belastung. Je mehr der Körper belastet wird, umso mehr Sauer- und Nährstoffe benötigen die Muskelzellen – das Herz schlägt schneller, um mehr Blut in den Kreislauf zu pumpen. Im Frühstadium zeigen sich Herzerkrankungen kaum unter Normalbedingungen. Erst mithilfe erhöhter Aktivität können Spezialisten mögliche Abweichungen aus den aufgezeichneten Kurven ablesen.
Der Belastungstest wird auch bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern und Erwachsenen nach Herzoperationen in regelmäßigen Abständen von Kardiologen durchgeführt. Die Untersuchungen müssen in Anwesenheit von Ärzten durchgeführt werden, da besonders bei Patienten mit schweren Vorerkrankungen Komplikationen wie Herzrythmusstörungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
Wichtig: Patienten mit akutem Herzinfarkt und starken Durchblutungsstörungen dürfen keinen Belastungstest machen.
Vorteil gegenüber etwa Herzkatheteruntersuchungen: Die Methode ist schmerzfrei und kann ohne viel Aufwand – im Vergleich zu einer Operation – wiederholt werden. Nachteil gegenüber einer Ultraschalluntersuchung: Blutdruckunterschiede im Herzen, Flussrichtungen- und -geschwindigkeiten sowie Pumpkapazitäten können mithilfe dieses Verfahrens nicht angezeigt werden.
Siehe auch:
Echokardiografie
Elektrokardiogramm
Matthias Lehmphul
Artikel zuletzt aktualisiert am: 16.03.2012
Google Anzeigen
Wir liefern Qualität
Erfahren Sie mehr darüber, wie unsere Texte entstehen, wie die Daten geprüft werden und wie sich das Portal finanziert.
Jetzt informieren.
Sie sind uns wichtig und wir freuen uns über Ihre Meinung zu unserem Portal. Welche Themen andere Leser interessierten lesen sie unter Leser fragen - die Redaktion antwortet
Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Überprüfen Sie dies hier.
Rehaführer Berlin-Brandenburg 2012
- • 71 Berliner und Brandenburger Rehazentren im direkten Vergleich
- • Qualität, Ausstattung und Patientenzahlen auf einen Blick
- • Zahlreiche Artikel, ausführliche Porträts aller ambulanten und stationären Rehazentren plus Fotos sowie ausführlicher Serviceteil