Bauchspiegelung
Bauchspiegelungen sind minimalinvasive chirurgische Eingriffe, die unter Vollnarkose an Patienten durchgeführt werden. Die Operationsmethode – sie wird von Ärzten auch Laproskopie genannt – ist Diagnoseverfahren und Behandlung in einem. Dabei wird ein langstiliges Spezialinstrument, ein so genanntes Endoskop – über einen kleinen Schnitt am Bauchnabel eingeführt.
Eine Minitaschenlampe durchleuchtet das Bauchinnere, während eine Kamera die notwendige Bilder für die Chirurgen produziert. Ein zuvor eingeführtes Gas – meist ist es Kohlendioxid – verursacht einen Überdruck und verschafft den notwendigen Platz. Über einen normalen Bauchschnitt könnten die Operateure Blutgefäße, Gewebe und Organe mit der eigenen Hand beiseite schieben oder während des Eingriffs wegklammern. So müssen die Metallröhren jedoch durch das Bauchinnere geschoben werden.
Die Spezialisten entnehmen Gewebeproben etwa für die Absicherung einer Krebsdiagnose, entfernen einen Blinddarm oder saugen versprengte Gebärmutterschleimhaut aus dem Unterleib. Je nachdem können die Prozeduren bis zu zwei Stunden andauern. Unter Medizinern ist diese Schlüssellochmethodik nicht unumstritten. Zum einen können Ärzte große Narben vermeiden – vor allem unter ästhetischen Gesichtpunkten ein Vorteil. Allerdings können Ärzte mögliche Komplikationen während des Eingriffs auch nicht vollständig ausschließen, etwa wenn die Metallröhre wichtige Blutgefäße durchtrennt – und es dadurch zu Blutungen und hohem Blutverlust kommt.
Matthias Lehmphul
Artikel zuletzt aktualisiert am: 16.03.2012
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