Wetterbelastungen: Hilfe gegen die Hitze

Es wird heiß in den kommenden Tagen. Trotz der hohen Temperaturen wollen viele Menschen nicht auf ihren Sport verzichten. Was müssen sie dabei beachten?

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Thorsten Dolla, Foto: promo

Dieser Tage klettert das Thermometer erstmals in diesem Jahr über die 30 Grad Celsius. Trotz der hohen Temperaturen wollen viele Menschen nicht auf Sport verzichten. Grundsätzlich ist das auch kein Problem. Allerdings sollten Sie einige Dinge beachten. Durch die Hitze kommt es besonders beim Sport zu einem vermehrtem Flüssigkeitsverlust. Dies ist eine zusätzliche Belastung für das Herz-Kreislauf-System. Ausdauersportarten wie Laufen und Fahrradfahren sind aber selbst bei trotzdem über 30 Grad möglich. Natürlich ist auch Schwimmen besonders geeignet. Wichtig ist allerdings die rechtzeitige und ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit. Ein Durstgefühl sollte erst gar nicht auftreten. Auch während der Belastung sollten Mineralgetränke (Wasser und Elektrolyte wie Magnesium, Kalium, Natrium) zu sich genommen werden. Über die gesamte Trainingseinheit kann getrunken werden. Als Faustregel gilt hier: ein halber Liter auf eine Stunde Sport. Dabei mixt man sich einen Fruchtsaft mit stillem Wasser (zum Beispiel Apfelschorle) und gibt zusätzlich eine Spatelspitze Salz hinzu. Ein konzentrierter, dunkler Urin ist ein Hinweis auf eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. An sonnigen Tagen wie diesen ist auch ein Sonnenschutz besonders wichtig (zum Beispiel Sonnencreme). Die Sportkleidung sollte entsprechend wärmedurchlässig sein. Grundsätzlich sollte man aber bei hohen Temperaturen überlegen, wann man seinem sportlichen Hobby nachgeht? Empfehlenswert ist, sein Sportprogramm in die kühlen Morgenstunden zu verlegen. Zudem ist dann auch die Ozonbelastung noch nicht so hoch. Dabei ist ein guter Trainingszustand auch ein guter Schutz gegen die Hitze. Trotzdem sollten besonders Sportler mit Kreislaufproblemen und Allergien ihren Arzt um Rat fragen. _Der Berliner Orthopäde Dr. Thorsten Dolla, 50, ist seit vielen Jahren in der Sportmedizin tätig. Er war Mannschaftsarzt bei Hertha BSC, beim 1. FC Union und dem Footballteam Berlin Thunder. Beim ISTAF war er bis 2009 leitender Arzt und ist heute Ringarzt beim Boxen. Für Tagesspiegel.de schreibt er regelmäßig über Sportverletzungen und ihre Folgen._ (Artikel erschien erstmals am 17. Juni 2013)



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