Was tun gegen die Völlerei an den Feiertagen?

Dr. Thorsten Dolla über Gegemaßnahmen gegen die Feiertagsvöllerei.

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Dr. Thorsten Dolla. Foto: Promo

Wenn es nur der Gänsebraten wäre: Süße Desserts, Schokolade und Stollen stehen an Weihnachten genauso auf dem Speiseplan. Sportmediziner Dr. Thorsten Dolla erklärt, was man gegen die Völlerei tun kann.

Traditionell gibt es an den Weihnachtsfeiertagen reichlich zu essen. Nicht nur die Gans steht oft auf dem Weihnachtsprogramm, sondern auch viele süße Nachspeisen . Nicht zu vergessen sind die Leckereien, deutlich sichtbar auf einen "bunten Teller" liegend. Schweres Essen zusammen mit wenig Bewegung führt häufig zu Unwohlsein und erschwert die Entspannung über die stillen Tage. Doch leider bewegen wir uns an den Feiertagen deutlich zu wenig.

Dabei ist der Bewegungsmangel die Hauptursache für Krankheiten des Bewegungsapparates. Um dem entgegenzuwirken, ist ein Spaziergang von etwa 30 Minuten nach dem Essen mit der Familie oder Freunden in der kalten Winterluft zu empfehlen.

Dabei wird das Herz-Kreislauf-System trainiert und gleichzeitig werden auch Muskeln und Gelenke bewegt. Solche körperlichen Betätigungen sind allemal wohltuender als mehrere Nachmittage hintereinander bei Kaffee und Kuchen vor dem Fernseher zu verbringen.

Wer gerne Sport treibt, kann sein Sportprogramm selbst in der kalten Jahreszeit gern erweitern. Damit verbrennt man etwas mehr Kalorien und hat auch nach dem Sport ein gutes Gefühl. Allerdings sollte man schon bei der Ernährung auf zunehmend leichte Kost achten. Selbst Profisportler, die derzeit keine

Wettkämpfe, werden über die Feiertage ausreichend essen, aber eben nicht übermäßig. Zumal sie es sich nicht leisten können, auf körperliche Betätigung in Gänze zu verzichten. Für gewöhnlich ist in den letzten Trainingstagen vor der Weihnachtspause das Gewicht aller Spieler gemessen worden. Und natürlich wird zum Trainingsbeginn im neuen Jahr wieder eine Gewichtskontrolle durchgeführt.

Vielfach wird bei unserem Essverhalten über die Feiertage von einer Völlerei gesprochen. Dabei ist die Völlerei bekannt als eine Todsünde! Denken Sie bitte daran: Das gemütliche Essen und Trinken zur Weihnachtszeit muss das Gewicht nicht übermäßig hochtreiben, wenn man sich anschließend ausreichend bewegt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen besinnliche wie aktive Tage zwischen den Jahren und einen erfolgreich Start in 2013!
_Der Berliner Orthopäde Dr. Thorsten Dolla, 48, ist seit vielen Jahren in der Sportmedizin tätig. Er war Mannschaftsarzt bei Hertha BSC, beim 1. FC Union und dem Footballteam Berlin Thunder. Beim ISTAF war er bis 2009 leitender Arzt und ist heute Ringarzt beim Boxen. Für Tagesspiegel.de schreibt er regelmäßig über Sportverletzungen und ihre Folgen._ (Der Artikel erschien erstmals am 25. Dezember 2012.)



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