Krebs durch Oralverkehr?

Anfang Juni 2013 sorgte der Schauspieler Michael Douglas für Schlagzeilen mit seiner angeblichen (und inzwischen dementierten) Aussage, sein Kehlkopfkrebs sei durch sogenannte Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst worden, mit denen er sich beim Oralverkehr infiziert habe.

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Eine Impfung kann vor Krebs schützen, der durch HPV ausgelöst wird. Foto: Thilo Rückeis

Der Sprecher von Michael Douglas (68) hat am 3. Juni 2013 dementiert, dass der Schauspieler Oralverkehr als Auslöser für seine Krebserkrankung genannt hat. "Er hat nie gesagt, dass Cunnilingus die Ursache für seinen Krebs war", teilte Sprecher Allen Burry in New York auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Douglas habe im Gespräch mit der britischen Zeitung "The Guardian" über verschiedene Ursachen von Kehlkopfkrebs geredet. Dabei sei als mögliche Übertragung von Erregern auch Oralsex zur Sprache gekommen, so Burry.
Wie sich Michael Douglas auch geäußert haben mag - es stimmt, dass "humane Papillomviren (HPV)(Link zum Glossar)":http://www.gesundheitsberater-berlin.de/glossar/papilloma-viren/ mit verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht werden. Und nicht zuletzt mit Mundhöhlen- und Rachenkrebs.

Wenn solche Tumore operativ entfernt werden, wird oft das ganze Gesicht in Mitleidenschaft gezogen. Um es dann wieder erfolgreich zu rekonstruieren, nutzen Chirurgen dreidimensionale Aufnahmen des Gesichts. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die digitale Chirurgie.


Die sächsische Impfkommission empfiehlt inzwischen auch die HPV-Impfung für Jungen. Dabei geht es zwar hauptsächlich darum, dass die Jungen keine Infektionsträger werden. Aber da sich die Hinweise mehren, dass HPV eben bei verschiedenen Krebsformen ein Rolle spielt, könnten auch die Jungs direkt profitieren. Ausführliche Informationen zur HPV-Impfung finden Sie im Infotext Drei Spritzen gegen Krebs
Bitte bachten Sie auch die zahlreichen weiteren Hintergrundinformationen in der rechten Spalte auf dieser Seite.



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