Krankenhäuser müssen immer mehr psychische Erkrankungen behandeln
Die Zahl der Menschen, die wegen einer psychischen Störung im Krankenhaus behandelt werden, hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Während im Jahr 1990 knapp vier von tausend Versicherten (3,7) aus diesem Anlass in eine Klinik eingeliefert wurden, waren es 2010 bereits mehr als acht (8,53 Fälle). Damit stieg die Zahl der Betroffenen in dem Zeitraum um 129 Prozent, wie aus dem aktuellen Krankenhausreport der Barmer GEK hervorgeht. „Psychische Erkrankungen sind die neue, aber versteckte Volkskrankheit“, sagte der stellvertretende Vorstandschef der Barmer GEK, Rolf-Ulrich Schlenker. Man müsse aber fragen, ob jeder Fall wirklich ins Krankenhaus gehöre.
Für die stationäre Behandlung psychischer Erkrankungen gab die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2010 rund 5,5 Milliarden Euro aus. Zum Vergleich: Die Gesamtausgaben der Kassen liegen bei 180 Milliarden Euro. „Das sind keine Peanuts“, kommentiert der Kassenfunktionär Schlenker.
(Aus dem Tagesspiegel vom 27. Juli 2011) Weiterlesen auf Tagesspiegel.de
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Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.08.2011
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